Wirtschaft + Finanzen

Nach dem Bürgermeisteramt ist die Kämmerei der älteste Arbeitsbereich der Landsberger Stadtverwaltung. Dies ist schon deshalb wenig verwunderlich, weil ohne Geld und Vermögen auch in früheren Jahrhunderten nichts bewegt werden konnte.

Seit mehreren hundert Jahren bereits gibt es eine fast vollständige Dokumentation der Finanzvorfälle, die in sogenannten Jahresrechnungen und Verwaltungsberichten (darunter der sehr bekannte von Johann Georg Arnold, die Jahre 1864 bis 1886 betreffend) akribisch aufgezeichnet wurden.
Im Prinzip hat sich diese Praxis, Jahresabschlüsse zu erstellen und die Erkenntnisse daraus für die folgenden Wirtschaftsperioden zu nutzen, bis ins 21. Jahrhundert gehalten; was sich geändert hat, sind Art und Technik der Aufzeichnung sowie die Verwendung der gewonnenen Daten.

Bis heute ist es Aufgabe der Kämmerei, die Haushaltswirtschaft sparsam und nach den wirtschaftlichen Grundsätzen so zu planen und zu steuern, dass die stetige Erfüllung der Aufgaben der Stadt gesichert ist. Dabei kommt den Erfordernissen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts eine fundamentale Bedeutung zu.

An diesem allgemeinen Haushaltsgrundsatz wird deutlich, dass Finanzen und Wirtschaft einer Stadt nahezu untrennbar miteinander verbunden sind.
Vor diesem Hintergrund spielen die entsprechende Erstellung und der Vollzug des Haushaltsplanes eine elementare Rolle für die Entwicklung einer Stadt.
Die Fähigkeit, alle Einrichtungen der sog. Daseinsfürsorge für die Bürger und Unternehmen in der Stadt in einem bedarfsgerechten Umfang und einer kundenorientierten Qualität bereitzustellen, bindet bereits einen hohen Anteil der im wesentlichen aus sonstigen Mitteln, Entgelten für die erbrachten Leistungen und schließlich Steuern bestehenden Einnahmen.

Dennoch müssen diese Einnahmen unter Ausnutzung aller Sparmöglichkeiten sowie bei Beachtung der Wirtschaftlichkeitsprinzipien auch dafür reichen, noch den zur Tilgung früherer Kredite, die Anlage einer Rücklage für nichtplanbare Bedürfnisse und als Liquiditätspuffer sowie die Mitfinanzierung neuer Investitionen erforderlichen Anteil (sog. Zuführung) an Mitteln bereitzustellen.
Dabei dient das umfangreiche Vermögen der Stadt, bestehend aus einer Vielzahl von Grundstücken, Gebäuden, Betriebsausstattung unmittelbar diesen Zielen. Auch hier ist die Stadt an den Grundsatz gebunden, ihr Vermögen ausschließlich für die Erfüllung der Aufgaben einzusetzen.

Im Bereich der Wirtschaftsförderung ist unsere Aufgabe die Optimierung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, u. a. durch die Schaffung bzw. Fortschreibung eines Entwicklungskonzeptes. Handlungsinstrument hierbei ist die günstige Bereitstellung qualifiziert erschlossener Flächen für Industrie-, Gewerbe- und Mischgebiete durch die Stadt sowie die Gewährleistung nachhaltig wirtschaftlicher Ver- und Entsorgungsbedingungen.

Dies umfasst Gewerbeflächenplanung, Standortleitbild, Revitalisierung von Industriebrachen einschließlich Konversionsflächen unter Berücksichtigung der Entwicklungen am Grundstücks- und Arbeitsmarkt, flankiert durch ein qualifiziertes Standortmarketing.

Zur Unterstützung unserer günstigen Lage an der Schnittstelle zwischen Oberbayern und Schwaben im Europa der Regionen arbeiten wir eng mit der Industrie- u. Handelskammer, benachbarten Stadtregionen und Städtenetzen, wie Europäischen Metropolregion München e. V. und dem KUMAS Förderverein e.V.
Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg-Schwaben zusammen. 

 

Finanz- und Vermögenswirtschaft
Leiter der Finanz- und Vermögenswirtschaft
Peter Jung

Zimmer 1.03
Termine nach tel. Vereinbarung

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86899 Landsberg am Lech
Tel.: 08191/128-262
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Stadt Landsberg am Lech
Katharinenstr. 1
86899 Landsberg am Lech

Stand: 06/26/2017
Quelle: