Lechwehr

Seniorenbeirat Landsberg: Einkehr im Kloster

Die Ganztagesfahrt des Landsberger Seniorenbeirats führte im Mai zur Benediktinerabtei Ottobeuren mit einer Besichtigung der Klosterkirche, des Klostermuseums und abschließendem Besuch des Windbeutelparadieses im Ort.

Das Kloster Ottobeuren wurde 764 gestiftet. Man kann in Ottobeuren von drei Blütephasen sprechen: Im 12. Jahrhundert führte Abt Rupert die Hirsauer Reform ein und erneuerte das klösterliche Leben. Unter seinem Nachfolger blühte dann eine Schreibschule. Eine zweite Blüte erlebte das Kloster im 16. Jahrhundert, als es ein Zentrum des süddeutschen Humanismus wurde und schon früh eine Druckerei betrieb.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem das Kloster schwer gelitten hatte, blühte es unter Abt Rupert II. Neß im 18. Jahrhundert gewaltig auf. Sichtbares Zeichen dieser Jahre ist die mächtige barocke Klosteranlage (Grundsteinlegung am 05. Mai 1711) mit ihrem Abschluss, der Klosterkirche, die eines der Hauptwerke des europäischen Barock darstellt.

Das Klostermuseum wurde 1881 gegründet und beherbergt zahlreiche Dokumente des Klosterlebens aus Vergangenheit und Gegenwart.

Die Landsberger Seniorinnen und Senioren bestaunten nicht nur die prächtig ausgestattete barocke Klosterkirche und informierten sich im Museum über das Leben und die Vergangenheit der Benediktinerabtei, sondern sie ließen sich auch im Café Windbeutel die gleichnamigen Gebäcke schmecken. Fazit: Ein gelungener Ausflug, bei dem Kultur und Kulinarik nicht zu kurz kamen.