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Methodik


Methodische Grundlage des Solarkatasters ist die Ableitung von geometrischen Daten aus Stereo-Luftbildern des Bayerischen Landesvermessungsamtes. Dabei wurde mittels einer photogrammetrischen Auswertung ein Oberflächenmodell des Stadtgebietes mit Gebäuden, Gelände und Vegetation erzeugt. Im Zusammenspiel mit der Digitalen Flurkarte (DFK) konnten so Dachflächen identifiziert und mit ihren spezifischen geometrischen Eigenschaften (v.a. Lage, Firstausrichtung, Neigung) beschrieben werden.

Aus diesen Eigenschaften jeder Dachfläche wurden mit Hilfe eines Rechenmodells die mittleren potentiellen Solarerträge –also die theoretisch durch die Sonneneinstrahlung auf das Hausdach einwirkende Strahlungsenergie pro Quadratmeter und Jahr (Einheit: kWh/m²a) –ermittelt.

Zur Optimierung des Rechenprozesses wurden Solarpotentialwerte nur für Gesamtdachflächen über 15 m² berechnet, so dass für Solaranlagen wenig geeignete kleine Nebengebäude (v.a. kleine Gartenhäuschen, Schuppen und Carports) wegfallen. Teilflächen von größeren Dächern, also beispielsweise große Gauben, abgeschleppte Dächer und Anbauten wurden ab einer Größe von 2 m² als eigenständige Flächen dargestellt. Unter diesem Schwellwert erfolgt die Darstellung nur als Störobjekt (schwarzer Punkt).

Neben besagten Dachteilflächen unter 2 m² wurden auch Schornsteine, Antennen, Dachfenster und andere vergleichbare Dachaufbauten als Störobjekte, die die Errichtung von Solaranlagen behindern könnten, dargestellt. Die in der Karte erfassten Störobjekte sind nur zur Information dargestellt. Von ihnen selbst verursachte Verschattungen haben jedoch aus Vereinfachungsgründen keinen Einfluss auf die Potentialberechnung.

Zusammengefasst wurden bei der Berechnung folgende Eigenschaften berücksichtigt:
  • Ausrichtung der Dachfläche
  • Neigung der Dachfläche
  • Verschattung der Dachfläche durch Nachbargebäude, Geländeformen oder (mit Einschränkungen) große Bäume
  • Globalstrahlung für die Region Landsberg
  • Tageszeitabhängiger Strahlengang der Sonne durch die Atmosphäre
  • Klimatische Basisdaten für die Region Landsberg

Aus dem Zusammenspiel dieser Eigenschaften ergibt sich die im Solarkataster dargestellte generelle Eignung für Solaranlagen.

Darstellung


Die Ergebnisse der Berechnung wurden in vier Ertrags-Kategorien klassifiziert. Dies erleichtert beim Betrachten der Karte die Abschätzung, ob ein Hausdach aufgrund von Lage, Ausrichtung (z.B. nach Süden) und Dachneigung für die solare Nutzung geeignet ist. Die verwendeten Eignungsklassen sind (jeweils mit dem Wertebereich):

  • sehr gute Solareignung (mehr als 1.100 kWh/m²a)
  • gute Solareignung (zwischen 900 und 1.100 kWh/m²a)
  • mittlere Solareignung (zwischen 850 und 900 kWh/m²a)
  • schlechte Solareignung (unter 850 kWh/m²a)

Darüber hinaus sind einige kleinere Teilgebiete der Stadt Landsberg am Lech aus städtebaulichen/baurechtlichen oder denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt für die Errichtung von Solaranlagen geeignet. Aussagen über die Zulässigkeit können nur im Einzelfall gemacht werden. Daher werden auf diesen Flächen keine potentiellen Solarerträge dargestellt. Es handelt sich dabei um folgende Gebiete:

  • Ortskernbereiche (durch Bebauungspläne definiert)
  • Denkmalensembles (Denkmalschutzrechtlich definiert) sowie Geltungsbereich der Altstadtsatzung (siehe unten auf der Seite verknüpfte Dokumente)
  • Einzeldenkmäler (Denkmalschutzrechtlich definiert)

Bei Fragen zur Zulässigkeit und Ausführung von Solaranlagen wenden Sie sich bitte dringend vorher an Herrn Claus Müller (Bauordnungsamt) oder Herrn Martin Jörg (Untere Denkmalschutzbehörde).

Hintergrund-Luftbild


Die klassifizierten Dachflächen sind zur besseren Orientierung mit dem Internet-Kartendienst Google Maps hinterlegt. Das verfügbare Hintergrund-Luftbild ist jedoch vom jeweiligen Aktualisierungsstand von Google Maps abhängig, und stammt derzeit aus dem Jahr 2009. Hierauf hat die Stadt Landsberg keinen Einfluss.



Downloads


 

   
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